| Vortragender: | Dr. Hans-Otto Carmesin |
| Institution: | Studienseminar Stade und Gymnasium Athenaeum |
| Datum: | 09.11.2026 |
| Dauer: | 10:00 ‑ 10:45 Uhr |
| Raum: | PH |
| Plätze: | noch 25 Plätze frei |
| Beitrags-Nr. | VP 10 |
| Licht ist fantastisch geeignet um den Weltraum zu erkunden: Lernende in Klasse 6 entdecken Mondphasen und dadurch die Bewegungen von Erde, Mond und Sonne. Mit einem Transfer auf die Venusphasen begründen sie das heliozentrische Weltbild. Weiterführend entdecken sie die Sonnenfinsternis, deren Totalität, und mit Teleskopen die Korona, Protuberanzen und die rötliche Strahlung des Wasserstoffs. Das machten wir 2026 mit einer Astronomie-AG (Klassen 6-13) auf einer Exkursion nach Spanien. Eine weitere Sonnenfinsternis findet 2027 in Spanien statt. Eddington entdeckte bei der Sonnenfinsternis am 19.5.1919 den Gravitationslinseneffekt und die Raumkrümmung in der Nähe einer Masse. Lernende können die Raumkrümmung mithilfe eines Freifallturms als Modellversuch herleiten und damit den Lichtweg mithilfe einer Tabellenkalkulation genau rekonstruieren. Es gibt sogar ein besonders Lichtphänomen in der Nähe einer bewegten Masse: Bradley entdeckte 1725, dass Licht beim Übergang vom Planetensystem in die Erdumgebung seine Richtung ändert. Das nennt man Aberration des Lichts. Diese Richtungsänderung verrät sogar die Geschwindigkeit der Erde um die Sonne. Schüler*innen können mit einer Tabellenkalkulation den genauen Lichtweg bei der Aberration des Lichts ermitteln. Auch können sie das Phänomen mithilfe des von der Internationalen Astronomischen Union im Jahr 2000 vorgeschlagenen relevanten Bezugssystems erklären: das Geocentric Celestial Reference System (GCRS) und das Barycentric Celestial Reference System (BCRS), es ist im Wesentlichen das heliozentrische System. | |