Platons Vermächtnis: Das Lösen kubischer Gleichungen

Vortragender: Dr. Bodo von Pape
Institution:Herbartgymnasium
Datum: 09.11.2026
Dauer: 12:00 ‑ 12:45 Uhr
Raum: E2
Plätze:noch 29 Plätze frei
Beitrags-Nr.VM 01
 
Dem Philosophen Platon wird eine Lösung zum Problem der Ŵürfelverdopplung zugeschrieben. Das Lösen dieses Problems - in seiner allgemeinen Form - war bereits vor Platon umgesetzt worden in die Aufgabe, zwischen zwei beliebigen Strecken a und b zwei mittlere Proportionale einzuschieben: Das führt auf eine Kettenproportion. a:x = x:y = y:b. Eine Erweiterung dieser Kettenproportion erweist sich als Äquivalent einer allgemeinen kubischen Gleichung. Umgekehrt lässt sich jede kubische Gleichung umsetzen in eine 3er-Kettenproportion. Damit wird für die Lösung der Platonische Ansatz tragfähig. Mehr noch:
Dieser platonische Ansatz sticht alle anderen Lösungsvorschläge zum Delischen Problem - insbesondere die mit Kegelschnitten - aus: Er lässt sich erweitern auf das Lösen beliebiger höherer Polynomgleichungen.
Die Überlegungen beschränken sich auf einfache algebraische Umformungen und Ähnlichkeitsbetrachtungen zu Dreiecken.