Rechenschwäche in der Sekundarstufe

Vortragender: Prof. Dr. Volker Ulm
Institution:Universität Bayreuth - Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik
Ort:Goetheschule
Datum:16. September 2026
Zeit:09:30 ‑ 10:15 Uhr
Plätze:noch 429 Plätze frei
Beitrags-Nr.VE 02

Rechenschwäche entsteht, wenn Kinder in der Grundschule kein tragfähiges Verständnis für natürliche Zahlen, für das Stellenwertsystem und für Rechenoperationen mit natürlichen Zahlen aufbauen. Durch schnelles Zählen, Auswendiglernen von Ergebnissen und fleißiges Üben können sie die Grundschule durchaus mit gewissem Erfolg im Fach Mathematik abschließen.

In der Sekundarstufe stehen rechenschwache Schülerinnen und Schüler dann aber im Mathematikunterricht vor de facto unüberwindbaren Problemen: Wie sollen sie mit negativen Zahlen, Bruchzahlen in Bruch- und Dezimaldarstellung, Variablen und Termen rechnen, wenn ihnen bereits das hierfür notwendige Verständnis im Bereich der natürlichen Zahlen fehlt?

Durch gezielte Förderung kann rechenschwachen Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe substanziell geholfen werden, die Verständnishürden beim Rechnen zu überwinden. Die Förderung muss dort ansetzen, wo die Schwierigkeiten herrühren: bei natürlichen Zahlen und Inhalten des Mathematikunterrichts der Jahrgangsstufen 1 bis 3. Ohne spezifische Förderung sind rechenschwache Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe erheblich daran gehindert, die vielfältigen Lernziele des Mathematikunterrichts der Sekundarstufe zu erreichen.

Der Vortrag widmet sich insbesondere folgenden Fragen:
▪ Was ist Rechenschwäche bzw. Dyskalkulie?
▪ Wie kann man rechenschwache Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe erkennen und ihre Schwierigkeiten diagnostizieren?
▪ Wie kann man rechenschwache Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe fördern?

Weitere Informationen: https://www.rechenschwaeche.uni-bayreuth.de