| Vortragender: | Dr. Finn Matthiesen |
| Institution: | IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik |
| Ort: | Kiel Universität |
| Datum: | 15. September 2026 |
| Zeit: | 13:15 ‑ 14:30 Uhr |
| Plätze: | noch 25 Plätze frei |
| Beitrags-Nr. | WB 02 |
Klimawandel, aktuelle Gesundheitskrisen sowie politische und gesellschaftliche Konflikte machen deutlich, dass sich viele Störungen, Belastungen und Krisen nicht verhindern lassen. Umso wichtiger ist es, zu verstehen, wie Menschen, Gesellschaften und weitere Systeme darauf reagieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie zentrale Funktionen erhalten, wiederhergestellt oder weiterentwickelt werden können – zum Beispiel Wohlbefinden bei Menschen, medizinische Versorgung im Gesundheitssystem oder feuchte Lebensräume für Feuersalamander in einem Waldökosystem.
Genau hier setzt Resilienz als Perspektive für den MINT-Unterricht an. Im Workshop wird Resilienz zunächst ausgehend von Alltagsvorstellungen und psychologischer Resilienz erschlossen und anschließend zu einer fachlich anschlussfähigen Perspektive für den Unterricht erweitert. Diese Resilienzperspektive ermöglicht es, bestehende Themen und Konzepte des MINT-Unterrichts mithilfe neuer Leitfragen zu betrachten, zueinander in Beziehung zu setzen und dadurch Systemdenken zu fördern.
Diese Leitfragen werden in einer „Resilienzlupe“ gebündelt und im Workshop praktisch erprobt. Als Teilnehmende wenden Sie die Lupe exemplarisch auf die Gestaltung pandemieresilienterer Schulen an. Dabei wählen Sie ein konkretes System, klären zentrale Funktionen, identifizieren mögliche Störungen und entwickeln fachlich begründete Maßnahmen zur Resilienzstärkung. Abschließend wird gemeinsam diskutiert, welche Potenziale dieses Werkzeug bietet, wo seine Grenzen liegen und wie es sich auf weitere Themenfelder wie beispielsweise Klimaresilienz, Energieresilienz oder IT-Resilienz übertragen lässt.