| Vortragende: | Prof. Dr. Stefanie Lenzer |
| Co-Vortragender: | Maximilian Traub |
| Co-Autoren: | Leander Hagen Mecklenburg; IPN- Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
| Institution: | Philipps-Universität Marburg |
| Ort: | Universität Koblenz |
| Datum: | 30. September 2026 |
| Zeit: | 14:00 ‑ 15:30 Uhr |
| Plätze: | noch 20 Plätze frei |
| Beitrags-Nr. | WC 02 |
„Warum soll ich das lernen?, Warum ist das für mich aktuell und zukünftig relevant?“ – diese Fragen stellen sich viele Schüler*innen im Chemieunterricht (Laugksch, 2000; Westbroek et al. 2010). Obwohl Chemie eine hohe gesellschaftliche Relevanz besitzt, nehmen viele Schüler*innen deren persönliche und künftige berufliche Bedeutung als eher gering wahr. Hier bietet das etablierte Konzept des Kontext-basierten Lernens großes Potenzial, um die Relevanzwahrnehmung, Interesse und Motivation der Schüler*innen im Chemieunterricht zu steigern (z.B. Parchmann et al. 2006).
In diesem Workshop, der als Transfer des Forschungsprojektes „DiVEx“ durchgeführt wird, werden Materialien für eine Unterrichtseinheit für die Sekundarstufe II vorgestellt, in der alltägliche Kontexte wie Batterierecycling und Nahrungsergänzungsmittel (Inhaltsbereich „Lebenswelt und Gesellschaft“; KMK, 2020) mit berufsbezogenen Kontexten wie Chemischer Industrie und Analytik-Laboren (Inhaltsbereich „Arbeitsweisen“; KMK, 2020) kombiniert werden. Durch die Verknüpfung dieser Kontexte soll die wahrgenommene Relevanz des Erlernens chemischer Denk- und Arbeitsweisen im Chemieunterricht gefördert werden. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Planung, Durchführung und Auswertung analytischer Verfahren zum Nachweis von spezifischen Ionen in Nahrungsergänzungsmitteln und Inhaltsstoffen von Batterien (Traub et al., 2026). Damit wird zum einen das Basiskonzept „vom Aufbau und von den Eigenschaften der Stoffe und ihrer Teilchen“ adressiert und zum anderen Kompetenzen im Bereich Erkenntnisgewinnung (KMK, 2020) gefördert. Die Workshopteilnehmenden lernen neben einem möglicher Unterrichtsverlauf nach „Chemie im Kontext“ auch konkrete Materialien kennen, die sie an verschiedenen (experimentellen) Stationen ausprobieren können.