Digitale Bestimmungshilfen und „Bioblitze“ im Sach-, Nawi- und Biologieunterricht

Vortragende: Prof. Dr. Finja Grospietsch
Co-Vortragende:Meike Sanktjohanser
Institution:Universität Koblenz
Ort:Universität Koblenz
Datum:30. September 2026
Zeit:11:00 ‑ 12:30 Uhr
Plätze:noch 20 Plätze frei
Beitrags-Nr.WB 01

Digitale Bestimmungshilfen – zum Beispiel KI-basierte Apps zur Erkennung von Blütenpflanzen, Pilzen, Insekten und/oder Vögeln – eröffnen neue Zugänge zur Naturbeobachtung. Sie können Lehrkräfte darin unterstützen, biologische Vielfalt im Unterricht anschaulich zu vermitteln, das Interesse von Schüler*innen an Naturphänomenen zu wecken und sinkender Artenkenntnis entgegenzuwirken. Mit unterschiedlichen (fachdidaktischen) Schwerpunkten, Funktionen und Begleitmaterialien können sie – richtig ausgewählt und unterrichtlich eingebettet – authentische Naturbezüge stärken und Lernende für Biodiversität sowie zentrale Aspekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sensibilisieren.\r\nDieser Workshop bietet Ihnen einen praxisnahen Überblick über die Potenziale und Grenzen von zehn digitalen Bestimmungshilfen für den Sach-, Nawi- und Biologieunterricht und zeigt Ihnen biologiedidaktische Möglichkeiten auf, die Bedeutung von Artenvielfalt motivierend, diversitätssensibel und kumulativ in den Fachunterricht zu integrieren. Sie lernen die Anwendungen dabei nicht nur theoretisch kennen, sondern können sie in der Workshopzeit gemeinsam erproben. Darüber hinaus stellen wir Ihnen sogenannte „Bioblitze“ als Unterrichtsmethode vor. Dabei handelt es sich um Aktionen und/oder (Schul-)Wettbewerbe wie City und School Nature Challenge, bei denen in einer vorgegebenen Zeit und in einem definierten Gebiet so viele Arten wie möglich dokumentiert und bestimmt werden, um Biodiversität qualitativ (und quantitativ) zu erfassen. Abschließend wird andiskutiert, wie Daten solcher Bioblitze auch für fächerübergreifendes Lernen genutzt werden können.